Team-Zielbild 2.0 - co-creation
- christine6162
- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Alle nicken. Und drei Wochen später macht trotzdem jeder etwas anderes.
Kennst du das?
Meistens liegt es nicht am Inhalt. Sondern daran, dass das Vorhaben in Worten steckt – und Worte für jede und jeden etwas anderes bedeuten. Ein Bild ändert das. Es macht sichtbar, was sonst unausgesprochen bleibt, und schafft ein gemeinsames Verständnis, aus dem Handeln entsteht.
Vor zwei Jahren habe ich hier mein Team-Zielbild geteilt: eine Landkarte, auf der ein Team auf einen Blick sieht, wo es steht, wohin es will und wer was beiträgt. Dazu habe ich eine Frage gestellt – was fehlt?
Ihr habt geantwortet. Und ich habe zugehört. Hier ist die Version 2.0.
Worum es geht
Das Team-Zielbild versammelt alles Wichtige auf einem einzigen Bild – statt in einem Foliensatz, den niemand liest: Standort, Ziele, Vision und Mission, Werte, Kultur, Rollen und Team-Entwicklung. Eine gemeinsame Landkarte, die man sich merkt. Kein Werkzeug für die Schublade, sondern fürs Gespräch.

Ihr habt mitgedacht
Das Schönste am Teilen: Die Rückmeldungen kamen aus ganz unterschiedlichen Ecken – und ergänzten sich zu einem stimmigen Ganzen. Vieles in Version 2.0 verdanke ich euren Kommentaren:
Skill-Matrix als Basis für Entwicklung – weil Wachstum eine ehrliche Standortbestimmung braucht.
Erwartete Hindernisse: der Gegenwind, den man besser vorwegnimmt, statt ihn zu verdrängen.
Kundenbedürfnisse – für wen tun wir das eigentlich?
Entscheidungskompetenzen zu jeder Rolle, denn Verantwortung ohne Autorität scheitert.
Ethische Prinzipien als Leitplanke bei Zielen und Meilensteinen.
Dazu drei Dinge, die vor zwei Jahren noch keine grosse Rolle spielten, heute aber auf jedes Team-Board gehören:
Psychologische Sicherheit – der wohl stärkste Hebel für gute Teamarbeit. Ein Zielbild sollte sie benennen, nicht nur hoffen.
KI im Team: Welche Aufgaben übernimmt KI – und wo bleibt der Mensch?
Vereinbarte Spielregeln – aus ungeschriebenen Gesetzen werden Dinge, über die man offen spricht.
Drei Fragen vor jedem Strich
Warum wirkt so ein Bild? Weil es nicht ums Zeichnen geht, sondern ums gemeinsame Verstehen. Bevor ich zeichne, stelle ich mir drei Fragen.
Auf das Team-Zielbild angewendet sehen sie so aus:
Für wen? Für Führungskräfte und Teams, die gemeinsam Klarheit schaffen wollen. Nicht für die Ablage, sondern fürs gemeinsame Gespräch.
Was soll hängen bleiben? Ein Bild, das das ganze Team auf einen Blick versteht – Ziele, Werte, Rollen, Kultur. Keine Textwüste, sondern eine Landkarte, die sichtbar und diskutierbar bleibt.
Was soll es auslösen? Gespräche statt Nicken. Das Zielbild macht Unausgesprochenes sichtbar, lädt zu Fragen ein und führt zu echtem gemeinsamem Verständnis. Und Verständnis bewegt zum Handeln.
So arbeitest du damit
Drucken, im nächsten Team-Workshop gut sichtbar aufhängen, und dann gemeinsam füllen: Post-its beschriften lassen und direkt aufs Poster kleben. So wird aus dem Bild ein echter Dialog. Und das Wichtigste – behandle es als lebendiges Dokument. Ein Zielbild ist kein Neujahrsritual, sondern etwas, das ihr am besten quartalsweise anschaut und weiterentwickelt.
Hol dir das Poster
Das komplette Team-Zielbild gibt es kostenlos zum Download – als PDF, druckbar bis A0.
Melde dich, wenn du dein individuelles Team-Zielbild mit deinen Inhalten visualisieren lassen möchtest.
Christine Dubach, b-visual.ch




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